Zum 1. Geburtstag des Blogs etwas Heiter-Lockeres: Das Böse ist immer und überall

Sparschwein

Bei der Recherche in beck-online fiel mir auf, dass endlich ein Bösewicht erkannt worden ist, der im illegalen Kontext sein Unwesen treibt. Es handelt sich um

die Tauschböse:

Beim Upload eines einzigen Werkes in eine Tauschböse wird teilweise das Hinzutreten erschwerender Umstände, wie etwa, dass das Werk von hinreichendem Umfang und nicht unbedeutendem kommerziellem Wert ist, als qualitatives Kriterium verlangt.

(Spindler/Schuster, Recht der elektronischen Medien, 3. Auflage 2015, UrhG § 101 Anspruch auf Auskunft, Rn. 4)

Die Rechtsprechung hat die Terminologie aufgegriffen:

Das Zur-Verfügung-Stellen in einer Tauschböse übersteige immer den Rahmen des Privaten.

(Beschluss des Landgerichts München I vom 12. Juli 2011 – 7 O 1310/11 – Die Friseuse)

Allerdings wird auch Verständnis für diejenigen geäußert, die in die Hände des Bösen gefallen sind:

Eine solche grundsätzliche Ablehnung eines öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung von Nutzern von Internet-Tauschbösen wird von manchen vor allem damit begründet, dass die generelle Aufnahme von Ermittlungen zu einer Kriminalisierung großer Teile der Bevölkerung und hierbei insbesondere von Jugendlichen und Heranwachsenden führen würde.

(Beck/Kreißig, NStZ 2007, 304 (308))

Wenn der Geist des Bösen einmal aus der Flasche ist, lässt er sich nicht mehr einfangen. Und so lernen wir (außerhalb von beck-online):

Das regelmäßige „M Quadrat – Marketing-Macht-Money-Meeting“ ist die Austauschböse der Kanzlei zwischen Anwältinnen und den Marketingverantwortlichen.

(J. Busmann, Chefsache Mandantenakquisition. Erfolgreiche Akquisestrategien für Anwälte, Berlin/Boston 2013, S. 238)

Und so hat auch das Böse seinen Kurs und geht in die Formel für den FullPrice ein:

Bösenkurs

 

 

 

 

(W. Schmeisser/L. Clausen/G. Hannemann, Bankcontrolling mit Kennzahlen: unter Berücksichtigung einer kritischen Anwendung von Kennzahlen am Beispiel der Mezzaninen Finanzierung. Mering 2009, S. 44)

Was lernen wir daraus für die Haus- und Seminararbeit?

Korrekturlesen, Korrekturlesen, Korrekturlesen.

Denn das Böse könnte sich auch dort einschleichen :-).

P.S. Das Böse in der Überschrift ist natürlich ein Zitat, zu verifizieren mit der entsprechenden Suche bei YouTube.

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